Eine fertige Vorlage zum Ausdrucken, mit allen Angaben, die ein Lärmprotokoll enthalten muss. Dazu eine Anleitung, wie Sie es so führen, dass es vor Gericht und beim Vermieter Bestand hat.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Die Vorlage besteht aus vier Seiten: eine Seite für Ihre Stammdaten und die Hinweise zum Ausfüllen, dazu drei Protokollbögen mit je 16 Zeilen. Das reicht für rund 48 einzelne Vorfälle. Sie können die Seiten beliebig oft nachdrucken.
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Gerichte verlangen eine konkrete Darstellung der Störung. Die pauschale Angabe, es sei abends oft laut, genügt nicht. Jeder einzelne Vorfall muss nachvollziehbar sein. Diese Angaben gehören in jede Zeile:
| Angabe | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Datum | Ordnet den Vorfall zeitlich ein und zeigt, ob ein Muster besteht. |
| Beginn und Ende | Die Dauer entscheidet mit über die Erheblichkeit. Auch relevant für die Frage, ob die Nachtruhe betroffen war. |
| Art des Lärms | Musik, Schritte, Bohren, Streit, Hundegebell. Je konkreter, desto besser. |
| Intensität | Beschreibung oder Messwert. Ein Dezibel-Wert ist deutlich aussagekräftiger als eine reine Beschreibung. |
| Verursacher | Wohnung, Person, Baustelle oder Betrieb, soweit bekannt. |
| Auswirkung auf Sie | Aufgewacht, Kind geweckt, Homeoffice unmöglich, Kopfschmerzen. Das macht den Mangel greifbar. |
| Zeugen | Name und Anschrift. Zeugen können später vor Gericht aussagen. |
Wenn die Polizei oder das Ordnungsamt vor Ort war, notieren Sie zusätzlich das Vorgangs- oder Aktenzeichen. Das ist ein unabhängiger Beleg, der mehr wiegt als Ihre eigene Notiz.
So könnte eine einzelne Zeile aussehen. Beachten Sie, wie konkret die Beschreibung ist:
| Datum | Beginn | Ende | Art des Lärms | Auswirkung |
|---|---|---|---|---|
| 14.10.2026 | 23:15 | 01:40 | Laute Musik mit dumpfen Bässen aus der Wohnung darüber, dazu mehrere Stimmen und Gelächter | Konnte bis 01:40 nicht einschlafen, am nächsten Tag übermüdet zur Arbeit |
Vergleichen Sie das mit einer schwachen Zeile: „14.10., nachts, laut, konnte nicht schlafen." Die zweite Variante lässt offen, wie lange es dauerte, woher der Lärm kam und worum es überhaupt ging. Vor Gericht ist sie wenig wert.
Als Richtwert gelten mindestens zwei Wochen am Stück. Besser sind vier Wochen oder länger, besonders wenn der Lärm unregelmäßig auftritt. Entscheidend ist nicht die Zahl der Einträge, sondern dass ein Muster erkennbar wird.
Führen Sie das Protokoll lückenlos. Auch ruhige Tage haben einen Wert: Sie zeigen, dass Sie nicht übertreiben, und machen die lauten Tage deutlicher sichtbar.
Die Papiervorlage funktioniert, hat aber zwei Schwächen. Erstens ist die Intensität nur eine Schätzung, denn niemand kann Lautstärke zuverlässig in Zahlen schätzen. Zweitens lässt sich nicht belegen, wann ein Eintrag tatsächlich entstanden ist. Beides kann die Gegenseite angreifen.
Lärmprotokoll Pro misst bei jedem Vorfall die Lautstärke in Dezibel und speichert Zeit, Ort und eine Prüfsumme automatisch mit. Am Ende erzeugt die App daraus einen fertigen PDF-Bericht. Kostenlos für iPhone.
Im App Store ansehenUnabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden: Entscheidend ist, dass Sie überhaupt anfangen und dann durchhalten.